28 Sportler aus Deutschland fahren nach Lignano

Mit einer nahezu vollen Mannschaft fährt der DTB zu den Weltmeisterschaften nach Lignano. 28 Turnerinnen und Turner haben sich im Rhönrad und Cyr Wheel für eine WM-Teilnahme qualifiziert. Das deutsche Team 2015 nähert Hoffnungen auf erfolgreiche Titelverteidigungen. Die internationale Konkurrenz wird zwar härter, doch in den Vereinen in Deutschland ist angekommen, dass eine Medaille längst kein Selbstverständnis mehr ist. Eine Analyse des deutschen Teams 2015 von Henning Henningsen.

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Ahrweiler als letzte Hürde für die WM

Gewohntes Bild bei den Cyr-Wheelern

Erstmals mussten sich die deutschen Cyr-Turner und -Turnerinnen einer Qualifikation für die WM-Teilnahme stellen. Hauke Narten und Svea Streckert konnten dabei jeweils die besten Darbietungen präsentieren. Insgesamt erfuhren die WM-Qualifikationen eine Aufwertung durch die neue, junge Disziplin im Rhönradsport.

Für Hauke Narten war es ein deutlicher Sieg bei der zweiten WM-Qualifikation. Mit 43,80 Punkten aus Pflicht und Kür konnte der amtierende Cyr-Vizeweltmeister seine Leistungen perfekt abrufen. Auf den Plätzen zwei und drei Tobias Schwanemann (TB Breinig) und Steffen Kastian (AT Aachen).

Bei den Damen konnte die amtierende Cyr-Weltmeisterin Svea Streckert (SG Essen-Heisingen) erneut die Goldmedaille gewinnen. Wie schon bei der 1. WM-Quali in Aachen konnte sie die besten Leistungen mit ihrer Pflicht und Kürübung erreichen. Ein großer Abstand zu Platz zwei hat sie allerdings nicht. Dicht auf den Fersen ist Janine Hillmer (VfB Fallersleben), die in der Kür ein paar Zehntel liegen ließ. Jule Petsch und Kassandra Geyer (beide TSV Taunusstein-Bleidenstadt) erreichten die Plätze drei und vier.

Ingesamt konnten die Cyr-Wheeler die WM-Qualifikationen bereichern. Sie brachten eine neue Dimension in die ansonsten sehr starren Strukturen des Rhönradturnens. Natürlich besteht deshalb auch die Hoffnung, dass Deutschland nach dem erfolgreichen Start 2013 (zwei WM-Titel im Cyr) auch im Jahr 2015 wieder WM-Titel mit nach Hause bringen kann.

Lilia Lessel und Marcel Schawo besten deutschen Sportler

Der Sieg von Marcel Schawo bei der 2. WM-Quali in Ahrweiler war zu erwarten. Mit Lilia Lessel konnte sich bei den Damen ebenfalls eine der Favoritinnen durchsetzen. Sie verwies die Gewinnerin der 1. WM-Quali Sarah Metz auf Platz 2. Riccarda Vogel startete mit Platz 3 eine Aufholjagd.

Bei der zweiten Quali in Ahrweiler tauschten die beiden führenden Turnerinnen die PLätze. Gold holte an diesem Samstag Lilia Lessel (SG GW Darmstadt) vor Sarah Metz (SV Neuhof). In der Musikkür und der Spirale zeigte Lilia die besseren Leistungen. Im Sprung konnte Sarah die Tagesbestwertung erreichen. Mit 29,70 und 29,25 Punkten entschieden einige Zehntel über den Sieg in Ahrweiler.

Die Lokalmatadorin Riccarda Vogel (TSV Bayer 04 Leverkusen) startete in der heimischen Halle eine Aufholjagd. In Aachen patzte sie noch bei ihren Übungen und konnte nur Rang 10 erreichen. Einen Monat später nutzte sie ihren Heimvorteil und erturnte sich die Bronzemedaille. Bronze ging auch an Yana Looft (SV Rugenbergen), die 11,05 und 11,00 Punkten in Musik und Spirale die besten Wertungen des Abends erhielt. Nur im Sprung hat Yana Defizite im Vergleich zu den anderen Turnerinnen.

Yana’s Vereinskamerad Marcel Schawo (SV Rugenbergen) ließ bei den Männern nichts anbrennen. Nach dem Sieg vor einem Monat in Aachen holte er sich auch die Goldmedaille in Ahrweiler. Max Brinkmann (TSV Weilheim) wurde wie schon in Aachen Zweiter. Johannes Keller wurde Dritter vor Niklas Reuther.

Kira Homeyer und Carsten Heimer gewinnen 2. Quali

Hauchdünn setzte sich Carsten Heimer aus Taunusstein bei den Jugendturnern vor Luca Christ durch. Milan Lessel konnte sich den verbleibenden Platz auf dem Podest sichern. Bei den Turnerinnen war es wieder Kira Homeyer, die das Teilnehmerfeld anführte. Auf den Plätzen zwei und drei turnte sich Lilly Jüdes und Karina Peisker.

Für Carsten Heimer vom TSV Taunusstein-Bleidenstadt ist es der größte Erfolg seiner noch jungen Karriere. Mit hauchdünnem Abstand von 0,10 Punkten konnte er sich den Tagessieg bei der 2. WM-Qualifikation in Ahrweiler sichern. Damit verwies er seinen stärksten Konkurrenten Luca Christ (VfL Lahnstein) – Gewinner der ersten WM-Qualifikation in Aachen – auf Platz zwei. Besonders gute Leistungen zeigte Carsten in der Spirale und im Geradeturnen. Im Sprung hatte Luca wieder die Nase vorn.

Milan Lessel (SG GW Darmstadt) wurde mit deutlichem Abstand nach vorne Dritter. Mit 23,55 Punkten konnte er seinen vierten Platz aus Aachen und die Gesamtwertung nochmal steigern. Die Plätze vier und fünf erreichen Tim Calmano (TSV Taunusstein-Bleidenstadt) und Kevin Kelm (VfL Bad Schwartau).

Bei den Jugendturnerinnen bestimmte erneut Kira Homeyer (SV Neuhof) das Teilnehmerfeld. Mit 29,20 Punkten nahm sie ihren Konkurrentinnen mehr als einen Punkt ab. Für Lilly Jüdes (TSC Strausberg) war der Wettkampf in Ahrweiler ebenfalls erfolgreich. Mit Rang zwei konnte sie ihre Position vom 1. Quali-Wettkampf bestätigen, den Abstand zu Kira sogar noch verkürzen. Der dritte Platz ging an Karina Peisker (TSV Weilheim) und Ida Wassilew (SV Neuhof), die beide punktgleich mit 27,60 Punkten die Bronzemedaille in Empfang.

Cyr Wheeler empfehlen sich nicht nur für WM

Nach den WM-Erfolgen der deutschen Cyr-Teilnehmer im Jahr 2013 in Chicago gilt es für die Atheleten in diesem Jahr ein Erbe anzutreten. Mit Svea Streckert ist eine amtierende Weltmeisterin in dieser Disziplin am Start. Hauke Narten kann als Vizeweltmeister auch in Aachen Punkten. Insgesamt empfehlen sich alle Turner und Turnerinnen für einen Ausbau dieser Disziplin auch in Deutschland. Weiterlesen

Die ein oder andere Überraschung in Aachen

Mit jeweils 10 Kaderpunkten verabschieden sich Sarah Metz und Marcel Schawo aus Aachen. Beide gewinnen souverän die Konkurrenz der Damen bzw. Herren. Auf den weiteren Plätzen gab es die ein oder andere Überraschung. Die amtierende Mehrkampf-Weltmeisterin Riccarda Vogel wurde nur Zehnte. Für Lilia Lessel zahlt sich das Doppeljahr zwischen Jugend und Erwachsenen aus: Sie wird Zweite mit guten Chancen auf ein WM-Ticket. Weiterlesen

Paul Sieler kündigt Rücktritt an

IRV-Präsident möchte von seinem Amt Mitte 2015 zurücktreten

Der aktuelle IRV-Präsident Paul Sieler kündigt im Jahresbericht des IRV’s seinen Rücktritt an. Nach 10 Jahren im Amt fehlt es ihm „an der Frische und auch dem nötigen Herzblut, weiterhin an der Entwicklung unserer schönen Sportart – [seinen] Ansprüchen genügend – mitzuwirken“. Er übergibt die Amtsgeschäfte kommissarisch bis zur Wahl eines neuen Präsidenten im Jahr 2016 an den IRV-Vizepräsident Günter Fischer. Dieser leitet bereits seit vielen Jahren die Wettkämpfe des IRVs.

IRV veröffentlicht neue Schwierigkeitsteile

In jedem Jahr vor einer Weltmeisterschaft veröffentlicht der Internationale Rhönradturn-Verband neue Schwierigkeitselemente, die nach und nach in den offiziellen Schwierigkeitskatalog Rhönradturnen aufgenommen werden. Auf DTB-Wettkämpfen sind die neuen Elemente ab sofort gültig. Erstmals hat der IRV zu den neuen Elementen auch Videos veröffentlicht, die ein besseres Verständnis ermöglichen sollen.

DC: Hundertstel entscheiden über Gold und Silber in Brilon

In der L6 und der L7 ließen die Turnerinnen keinen Zweifel an ihrer Qualität. Über den Sieg im Damenwettkampf entschieden nur Feinheiten. Bei den Turnern konnten sich die Sieger deutlich behaupten. Der Ski Club Brilon konnte mit dem Deutschland Cup und der DVMM als Ausrichter brillieren und setzte ein Ausrufezeichen für die nächsten Veranstaltungen im kommenden Jahr. Weiterlesen

Marburg gewinnt Mannschaftstitel nach packendem Finale

Der neue Deutsche Mannschaftsmeister im Rhönradturnen heißt TSV Marburg-Ockershausen. Das Team um Laura Stullich, Marlene Heck, Aruba Elhozayel, Mira Lundius und Kevin Stieger konnte sich mit der letzten Übung über die Goldmedaille freuen. Das Team des SV Rugenbergen gelang mit der letzten Übung nicht die hauchdünne Führung zu verteidigen. Der SV Taunusstein-Neuhof gewinnt die Bronzemedaille. Für die Bundesklasse war es der Saisonabschluss 2014.

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