[IRV] Agenda 2020: Die Zukunft des Internationalen Rhönrad- und Cyr-Wheel-Sports

Gastbeitrag von IRV Präsident Henning Henningsen:

Liebe Sportler,

der IRV ist erwachsen geworden. Der Blick zurück und die Erfahrungen aus den letzten Jahren internationaler Rhönradgeschichte sind wertvoll, um die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen.

Der IRV muss mit seinen Veranstaltungen und Strukturen noch attraktiver werden: Attraktiver für alle Beteiligten, angefangen beim Turner, über Kampfrichter, Trainer und Fans bis hin zu sportartfremden Zuschauern, Sportfunktionären und TV-Broadcastern.

Unter dem Titel „Agenda 2020“ wollen wir unsere Visionen, Strategien und Maßnahmen zusammenfassen, und mit den entsprechenden Strukturen den internationalen Rhönrad- und Cyr-Wheel-Sport in die  Zukunft führen.

Einige erste Überlegungen möchte ich bereits jetzt ankündigen.

Umfassende Veränderungen an der Führungsstruktur

Wir wollen eine Vorreiterrolle einnehmen, mit innovativen und modernen Ansätzen die Zukunft des internationalen Rhönradsports gestalten. Dazu haben wir bei unserer Jahrestagung in Hamburg Anfang September 2015 umfassende Veränderungen an den Strukturen innerhalb des IRV Präsidiums beschlossen. Ein Executive Board mit dem Präsidenten und vier Vizepräsidenten wird die strategischen Stoßrichtungen erarbeiten und verantworten. Den Vizepräsidenten zugeordnet:  vier Bereiche mit operativen Aufgaben, wie der Organisation von Wettkämpfen, Planung und Durchführung von Lehrgängen, Weiterentwicklung von Wertungsbestimmungen, dem Aufbau eines nachhaltigen Förderprogramms sowie an der Präsentation unserer Sportart in den Medien.

Organigramm IRV

Organigramm IRV

Die beiden Technischen Kommissionen Rhönradturnen und Cyr Wheel werden durch die Vizepräsidenten Günter Fischer (GER) und Maria Sollohub (NOR) geführt. Den Bereich Internationale Entwicklung übernimmt Tegi Klar-Thommen (SUI). Als Finanzchef bleibt Ruedi Hug (SUI) im Amt, wird sich aber zusätzlich um den Bereich Internationale Beziehungen zu anderen Sportverbänden und Institutionen kümmern.

Eine neu geschaffene Stabsstelle „Head of Communications & Marketing“ wird mit Gerlind Vollmer (GER) neu besetzt. Gerlind verfügt als Journalistin bei der Deutschen Welle in Berlin über umfangreiche Kenntnisse im Umgang mit Medien und wird gemeinsam mit mir den Bereich kontinuierlich ausbauen.

Neu ist auch eine Athleten Kommission, in der sowohl Turner, aber auch Trainer und Kampfrichter zu aktuellen Themen diskutieren können. Die Athleten Kommission soll eine Schnittstelle bilden zwischen den Organen des IRV und den Sportlern und Sportfunktionären.

Die Veränderungen an den Strukturen wird auch eine Überarbeitung und Vereinfachung unserer Statuten notwendig machen. Diese Statutenänderungen wollen wir bereits zur Generalversammlung 2016 unseren Mitgliedern vorstellen, um möglichst zeitnah die Basis für die weitere Arbeit zu legen.

Grundlegende Veränderungen bei Wettkampfformaten angedacht

Die Weltmeisterschaften und der Team World Cup sind die beiden Wettkampfformate, die der IRV derzeit alle zwei Jahre durchführt. An diesen beiden Formaten werden wir grundsätzlich festhalten! Wir sind davon überzeugt, dass mittelfristig auch hier Veränderungen notwendig sind. Unsere Wettkämpfe erfreuen sich wachsender Beliebtheit, nicht zuletzt durch die Aufnahme des Cyr Wheels in das WM-Programm. Beide Disziplinen (Gym Wheel und Cyr Wheel) wollen wir gleichberechtigt fördern und Wettkampfformate entwickeln, die für alle Beteiligten einen hohen Attraktivitätsgrad haben.

Für den WM-Mehrkampf der Senioren Rhönradturnen werden wir schon in Cincinnati im kommenden Jahr Veränderungen umsetzen. Der Mehrkampf der Senioren wird um ein zusätzliches Mehrkampf-Finale ergänzt. Die bisherige Mehrkampf-Entscheidung dient fortan als Qualifikation für das Finale. Bei den Junioren wird es zumindest für 2016 beim bestehenden Programm ohne Mehrkampf-Finale bleiben. Diese Veränderung ist notwendig, um die Wettkämpfe trotz immer größer werdenden Teilnehmerzahlen weiterhin attraktiv für alle Beteiligten zu gestalten.

Auch im Cyr-Programm soll es Veränderungen geben. Das „Technical Programs“ soll eher Schwierigkeit als Pflichtelemente zeigen. Im Einzelfinale sollen die Cyr-Athleten mit ihren Kürübungen um die Medaillen kämpfen können.

Entwicklung neuer Ideen benötigt Bedenkzeit

Der IRV wird in den kommenden Monaten und Jahren einige neue Ideen und Überlegungen in die bestehenden Strukturen einbringen. Um all die Neuerungen sinnvoll und zielführend umzusetzen, wird es diverse weitere Treffen des Executive Boards, der Technischen Kommissionen und der Bereiche benötigen. Es ist unser erklärtes Ziel eine tragfähige Gesamtstrategie bis 2018 zu Papier zu bringen und zu präsentieren.

Die notwendigen Änderungen bei Wertungsbestimmungen (z.B. Highlightbahn Cyr) oder in der Wettkampfordnung (Mehrkampf Finale) werden kurzfristig umgesetzt und veröffentlicht.

Ich freue mich auf die Arbeit in den nächsten Jahren. Ich bin überzeugt, dass wir die Herausforderungen gemeinsam bewältigen.  Mit vollem Tatendrang und viel ehrenamtlichem Engagement werden wir die Zukunft meistern.

Viele Grüße

Henning Henningsen

Präsident des Internationalen Rhönradturn-Verbandes IRV