Rhönrad-WM 2018: Vielen Dank!

In der vergangenen Woche haben die Athleten und Athletinnen sehr persönliche Berichte von der Weltmeisterschaft in der Schweiz geschrieben. Auch die Kampfrichter haben aus ihrer Sicht den Wettkampf beschrieben und somit viele an der Veranstaltung teilhaben lassen.

Daneben wurden natürlich auch die nüchternen Fakten präsentiert. Als eine Art Abschluss der diesjährigen WM möchte ich gerne als Delegationsleiter und als Vorsitzender im TK-Rhönradturnen ein paar Worte im Rückblick schreiben.

Dem gesamten Team habe ich schon im direkten Anschluss der Wettkämpfe vor Ort ein ganz herzliches Dankeschön ausgesprochen. Jedes Mitglied der Delegation hat in seiner Funktion absolute Spitzenleistungen gegeben. Ob als Athlet*in, Trainer*in oder Kampfrichter*in, ohne den tollen individuellen Einsatz wäre das super Ergebnis nicht möglich gewesen.

An dieser Stelle möchte ich auch nicht verhehlen, dass ich mit diese sensationellen Ergebnis im Vorfeld zwar gehofft, aber nicht gerechnet habe. Die anderen Nationen haben in den letzten Jahren eine starke Leistungssteigerung zu verzeichnen gehabt, was sich auch bei den knappen Abständen in den Wertungen in diesem Jahr widerspiegelt. Eine kleine Unachtsamkeit hier, ein kleiner Wackler dort und schon ist über Platz 1 oder 4 entschieden. Vor diesem Hintergrund ist die gezeigte Nervenstärke der deutschen Teilnehmer*innen mit noch mehr Hochachtung zu betrachten.

Es geht jedoch nicht nur um die turnerischen Leistungen. Veranstaltungen wie die WM sind auch immer ein Event, dass die Gemeinschaft stärkt. Viele Nationen treffen aufeinander und der interkulturelle Austausch hat für mich persönlich einen ebenso wichtigen Stellenwert. Hier werden Freundschaften fürs Leben geschlossen, was ich aus 30 Jahren Erfahrung in der „Rhönradfamilie“ nur bestätigen kann.

Mit Freude habe ich also sehen können, dass auch die aktuelle Generation während der schönen Tage in der Schweiz nicht nur die sportlichen Erfolge im Fokus hatte, sondern auch über alle Länder- und Altersgrenzen hinweg ein positives Zusammensein erlebt und gelebt hat. Hier zeigt sich wieder, dass Sport verbindet.

Ich wünsche mir sehr, dass dieser Aspekt trotz aller professioneller Weiterentwicklung erhalten bleibt und weitergetragen wird.

Das Nationalteam repräsentiert auch alle anderen Rhönradturner*innen in Deutschland, so dass ich mir eine motivierende und mitreissende Sogwirkung von Veranstaltungen wie der WM auch bis auf die Landes- und Kreisebene erhoffe. Es darf kein „die da oben“ und „die da unten“ geben. Die zahlreichen Fans, die aus Deutschland mitgereist sind und das Team lautstark und tatkräftig unterstützt haben, sind ein wunderbares Vorbild für diesen übergreifenden Teamgeist.

Das Rhönradturnen hat in den letzten Jahren viele Veränderungen erlebt und auch in Zukunft erwartet uns sicherlich kein Stillstand. Nicht jede Entwicklung wird allen Personen gefallen, so dass ich auch ausdrücklich um eine gesunde Diskussionskultur bitte, so dass wir gemeinsam am Erfolg unserer Sportart teilhaben.

Lasst uns den Erfolg dieser Weltmeisterschaften geniessen und feiern. Ich freue mich auf viele weitere tolle Erlebnisse mit Euch!

Wir sind EIN Team!

Dirk Balkenohl

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